FileMaker als Multitalent für komplexe Schnittstellen

17. Juni 2011

Anbei die Präsentationsfolien meines Vortrags auf der FileMaker-Konferenz 2011 in Hamburg. Wer nicht dabei sein konnte, oder sich die Details in Ruhe noch einmal durchlesen möchte, kann hier den kompletten Vortrag als PDF herunter laden.

FMK2011: Vortrag FileMaker Schnittstellen

FMK2011 Vortrag – FileMaker Schnittstellen (PDF 11 MBytes)

Kurzbeschreibung: Im Praxiseinsatz wird die FileMaker Lösung schnell unentbehrlich, sodass der Unternehmenserfolg maßgeblich von ihr abhängig ist. Dabei ist es oft von zentraler Bedeutung, dass die FileMaker Lösung auch in andere betriebliche Prozesse eng integriert wird.

Am Beispiel einer umfangreichen Lösung aus dem Autoteile-Großhandel werden verschiedene Schnittstellen für Stammdaten-Updates, Buchhaltung, Zahlungsverkehr, Versandlogistik, Katalog-Erzeugung bis hin zum Betrieb einer komplexen E-Commerce-Plattform erläutert.

Im heterogenen Umfeld unterschiedlicher Betriebssysteme und Software-Landschaften kommen verschiedene technische Anbindungen zum Einsatz.

Es werden grundlegende Strategien für die Planung und den Betrieb sowohl manueller als auch automatisierter Schnittstellen aufgezeigt. Daher bietet der Vortrag über den speziellen Anwendungsfall hinaus zahlreiche Ideen und Anknüpfungspunkte für die Entwicklung und Erweiterung eigener Lösungen.

Warum die YouTube App unter iOS nervt…

17. April 2011

iOS YouTube App

“Quality by Design” – das mag die Leitline gewesen sein, mit der Apple seine eigenen iOS Apps konzipiert und umgesetzt hat. Eine Auswirkung davon ist die Grundeinstellung in der YouTube App, immer HD-Qualität abzuspielen, wenn eine Verbindung über WLAN existiert und das jeweilige Video in der entsprechenden Auflösung vorliegt.

Das ist natürlich vom Grundgedanken richtig – schließlich haben iPhone und iPad brilliante Displays, wo Videos in HD-Qualität ihre Stärken voll ausspielen könn(t)en. Wäre da nicht die Tatsache, dass auch im Jahre 2011 immer noch zahlreiche unterversorgte Gebiete mit schmalen DSL-Bandbreiten zu kämpfen haben. Da sich HD-Video jedoch inzwischen als Standard zu etablieren scheint, kommt man als Nutzer mit schmaler DSL-Bandbreite immer öfter in die Situation, dass der Bildschirm minutenlang leer bleibt, und man das Video irgendwann wegklickt, weil die Warterei einfach nervt! Hier dauert das Laden meist länger, als die eigentliche Dauer des Videos…

Dummerweise hat Apple keine Option in den Einstellungen vorgesehen, die HD-by-Default-Option abzuschalten. Für die genannten Fälle wäre hingegen eine Small-Bandwidth-by-Default-Option mehr als hilfreich.

Es mag der Arroganz Apples oder dem hartnäckigen Zukunftsglauben der Entwickler dort geschuldet sein – frei nach dem Motto “Es ist nur eine frage der Zeit, bis alle Nutzer flächendeckend über Zugänge mit hoher Bandbreite verfügen.” Während in manchen deutschen Metropolen bereits Zugänge mit 50MBit und mehr verfügbar sind, gibt es leider immer noch viele Randgebiete, in denen 1MBit und weniger die Regel sind. Hier haben Politik und Netz-Monopolisten leider Fakten geschaffen, die auch einer noch so zukunftsgläubigen Entwickler-Attitüde mit gleicher Hartnäckigkeit trotzen.

Als Benutzer muss man allerdings nicht länger der Dumme sein und in die Röhre schauen. Denn YouTube selber hat dieses Thema wesentlich eleganter und nutzerfreundlicher gelöst. Auf der mobilen YouTube-Website prangt unter jedem Video ein großer HQ-Button (HQ = High Quality), der sich schnell und einfach bei Bedarf deaktivieren lässt.

m.youtube.com

Diesen Umstand kann man sich zu Nutze machen und einfach über Safaris Bookmark-Option die mobile Site http://m.youtube.com/ als Icon auf dem Start-Bildschirm installieren. Dadurch eröffnet sich quasi durch die Hintertür eine einfache Möglichkeit, auch mit schmalbandigem Netzzugang weiterhin YouTube-Videos auf iPhone und iPad spontan genießen zu können.

Auf Bildschirmorientierung reagieren mit FileMaker Go

08. Februar 2011

Wenn man Lösungen mit FileMaker Go auf iPad und iPhone entwickelt, wird man zwangsläufig mit der Fragestellung konfrontiert, wie man auf die wechselnde Bildschirmorientierung der Devices angemessen reagieren kann. Je nachdem, ob das Gerät im Hochformat oder Querformat gehalten wird, kann die für die Bildschirminhalte zur Verfügung stehende Auflösung variieren.

Dazu gibt es zunächst 2 Methoden, um die Formatierung von Objekten automatisch beim Orientierungswechsel anzupassen:

1. Im Layoutmodus mit der Objekt-Infopalette an den gewünschten Objekten die Verankerungspunkte rechts und unten aktivieren. Dadurch wird die Objektgröße von Feldern o.ä. automatisch an die zur Verfügung stehende Bildschirmgröße angepasst. Dies funktioniert auch beim Wechsel der Bildschirmausrichtung auf dem selben Layout auf den iOS-Devices.

2. Mit bedingter Formatierung und der Formel “Get ( WindowContentWidth ) > 480″ kann man z.B. die Textgröße für iPhone-Layouts automatisch anpassen, um die Lesbarkeit zu vergrößern.

Soweit so gut – was tut man nun aber, wenn man auch Inhalte abhängig von der Layoutausrichtung automatisch anpassen möchte?

Dazu werden in der beigefügten Demo-Datei 2 Techniken vorgestellt:

Über bedingte CSS-Formatierungen im WebViewer werden je nach Bildschirmorientierung automatisch selektive Inhalte angezeigt. Dazu wird Gebrauch von einem speziellen Selektor “orientation:” gemacht, welcher von den aktuellen WebKit-Versionen für diese Zwecke unterstützt wird.
Weiterführende Infos zu diesem Thema finden sich unter den folgenden Links:

Mit FileMaker-Bordmitteln lässt sich dieses Verhalten ebenfalls ausnutzen. Dazu dient die m.E. viel zu wenig beachtete Funktion “LiesLayoutobjektAttribut”. Wer einmal in der FileMaker-Hilfe die zugehörigen Erläuterungen liest, wird schnell das Potential dieser Funktion erkennen!

Mit Hilfe eines mit Ankerpunkten auf dem Layout platzierten Objekt sowie einer entsprechenden Formel lässt sich sehr einfach und direkt die Fenster- bzw. Bildschirmorientierung auf iPad/iPhone bestimmen. Dies funktioniert unter FileMaker Pro sogar “on the fly”, d.h. während man noch das Fenster mit dem Resize-Anfasser verändert, werden im FileMaker-Fenster bereits die geänderten Inhalte angezeigt.

Schritt 1: Ein Objekt (z.B. einfach ein Rechteck) wird flächendeckend auf dem Layout platziert. Dann werden in der Info-Palette die folgenden Einstellungen für das Objekt gemacht:

Der Objektname muss vergeben werden (hier der Buchstabe “o”), damit die Formel in Schritt 2 anschließend auf das Objekt zugreifen kann.

Die Ankerpunkte werden für alle vier Seiten gesetzt, damit sich das Objekt automatisch an die Layout-/Fenstergröße anpasst.

Schritt 2: Über eine Formel wird die Objektgröße – Breite und Höhe – abgefragt. Mit dem Vergleich Breite > Höhe wird entschieden, ob als Ergebnis Querformat oder Hochformat angezeigt werden soll:

FileMaker Formelfeld

Nun können anhand des berechneten Wertes weitere Aktionen erfolgen. In der Beispieldatei greift optional ein aktivierter OnTimer-Scripttrigger auf das Ergebnis zu und präsentiert nach jedem Orientierungswechsel des Layouts eine Meldung. Natürlich sind auch subtilere Aktionen denkbar, wie das Anpassen bedingter Formatierungen oder Verstecken/Anzeigen von Objekten auf dem Layout mittels Portaltrick o.ä.

Die beiden hier beschriebenen Verfahren können mit der beigefügten Demo-Datei ausprobiert werden – siehe nachfolgender Link:

LayoutOrientierung.fp7
Download der Demodatei (70 KBytes)

FileMaker Datenbank-Entwicklung für iPhone + iPad

06. November 2010

Hier die Vortragsfolien meiner Präsentation vom BarCamp Braunschweig am 6.11.2010 als PDF-Datei zum Download.

Im PDF enthalten ist eine kleine Sammlung von Links für den Einstieg ins Thema…

FileMaker Vortrag (PDF 0,9 MBytes)

Tipp gegen unverschämte Roaming-Gebühren im Ausland: Trekstor mobiler 3G-WLAN-Router

25. August 2010

Zwar geht die EU-Kommission inzwischen gegen den Irrsinn astronomischer Roaming-Gebühren vor, jedoch sieht das in der Praxis oft noch anders aus. Zumal sich die angestrebte Deckelung der Gebühren ja hierbei wohl zunächst nur auf EU Mitgliedsstaaten auswirken wird.

Erst im Juni diesen Jahres konnte ich leidvolle Erfahrungen bei einem Aufenthalt in der Schweiz machen. Zwei Telefonate von meinem iPhone nach Deutschland und ein kurzer Internetzugriff – um die Lage zu checken, als das Flugzeug bei der Heimreise 3 Stunden lang auf dem Rollfeld fest saß – schlugen sich anschließend mit unerfreulichen 180 EUR auf der Mobilfunkrechnung nieder.

Vergangene Woche nun mußte ich geschäftlich für ein paar Tage nach Schweden. Zwar hatte ich gehört, dass die Möglichkeit bestünde, ein Zugangspaket für einzelne Länder im Datenroaming bei T-Mobile hinzuzubuchen, jedoch hatte ich mich nicht mehr rechtzeitig vor der Abreise um alle Details kümmern können.
Stattdessen stieß ich zufällig auf eine andere interessante Möglichkeit: Die Nutzung eines mobilen G3-WLAN-Routers mit einer Prepaid-Datenkarte.

TrekStor Portable WLAN HotSpot

So wird z.B. der Trekstor WLAN HotSpot Router für derzeit knapp 136 EUR angeboten. Aus reiner Neugier bestellte ich diesen als Backup-Option für den mobilen Datenzugang auf einer Messeveranstaltung in Schweden. Die schwedischen Kollegen hatten zwar im Vorfeld geeignete Surfsticks mit schwedischen Mobilfunkkarten für die Messerechner besorgt. Aber die Option, bis zu 5 Geräte auf einem Zugang per WLAN anschließen zu können erschien mit interessant genug, um dies einmal in der Praxis auszuprobieren.

Da ich zeitig vor Ort war blieb noch etwas Luft für einen kurzen Stadtbummel vor Messebeginn. Ich ging in das erstbeste Mobilfunkgeschäft in der Fußgängerzone von Helsingborg und fragte nach einer Prepaid-Datenkarte. Man bot mir eine Karte von “3Mobil” mit 1 Woche Zugang und 5 GByte Datenvolumen für 99 SEK an, was umgerechnet ca. 10 Euro entspricht. Der freundliche Herr im Geschäft kannte den mobilen Router aus eigener Erfahrung und half mir gleich noch beim Einrichten des Geräts für die erste Inbetriebnahme.

10 Minuten später konnte ich bereits mit meinem iPhone über das WLAN des mobilen Routers im Internet surfen!

Unterm Strich hat sich die Anschaffung also bereits beim ersten Einsatz voll rentiert. 4 Tage Nutzung in Schweden für pauschal 10 EUR Verbindungsgebühr sind nahezu ein Schnäppchen! Ein mitreisender Kollege zahlte 15 EUR pro Tag für die Datenoption in Schweden mit seinem iPhone-Vertrag bei T-Mobile.

In diesem Sinne kann ich die Anschaffung des Trekstor-Geräts uneingeschränkt empfehlen! Die Nutzung war relativ unkompliziert. Über ein Web-Interface lassen sich die Grundeinstellungen des Routers direkt über Safari auf dem iPhone vornehmen. Zum laden des Akkus eignet sich der USB-Ladestecker des iPhones, so dass zusätzliches Zubehör entfällt. Bis zu 5 Geräte können gleichzeitig auf das eigene WLAN zugreifen. Der Name des WLANs und das Passwort für den Zugriff lassen sich selbstverständlich nach eigenen Wünschen konfigurieren. Da man unterwegs nicht immer auf öffentliche WLAN-Zugänge (z.B. in Hotel oder Flughafen) zugreifen kann, ist der mobile Router eine höchst willkommene Ergänzung.

Bestellmöglichkeit bei amazon.de: Trekstor tragbarer WLAN HotSpot Router silber